International Committee for Crimea

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DIE KRIM-TATAREN HABEN DAS RECHT, ZU DEM HEIMATLAND IHRER VORVAETER, DER KRIM, ZURUECKZUKEHREN UND DER WELTGEMEINSCHAFT DER VOELKER BEIZUTRETEN.

Wir, die Unterzeichnenden, machen uns groe Sorgen um die fortwaehrende Notlage der Krim-Tataren, einem tuerkisch-moslemischen Volk. Als eines der ganz wenigen, oder gar als einziges Volk der ehemaligen Sowjetunion muss es noch politisch rehabilitiert werden.

Das gesamte Volk der Krim-Tataren wurde am 18. Mai 1944 auf ungerechte und brutale Weise seinem angestammten Heimatland entrissen.

Nach der Deportation wurden seine Haeuser, Moscheen, Schulen und nationalen Friedhoefe von den sowjetischen Behoerden geschliffen. 46,2 Prozent des Volkes der Krim-Tataren, zumeist Frauen und Kinder, starben im Verlauf dieser Deportation an Hunger, Durst und Krankheit.

Bis heute, 53 Jahre nach der Massendeportation, ist die Mehrheit der Krim-Tataren noch im Exil in Zentralasien, hauptsaechlich in Usbekistan, wohin sie deportiert worden sind, und hofft auf die Rueckkehr in das Land ihrer Vorfahren.

250.000 Krim-Tataren leben heute auf der Krim. Die meisten finanzierten ihre Rueckkehr durch den Einsatz ihrer lebenslangen Ersparnisse, um sich darauf der fortgesetzten Diskriminierung in ihrem eigenen Heimatland ausgesetzt zu sehen.

170.000 der 250.000 Krim-Tataren warten wegen des neuen Staatsbuergerschaftgesetzes, welches eine Wartezeit von fuenf Jahren fuer die Staatsbuergerschaft vorsieht, auf die ukrainische Staatsbuergerschaft. Das setzt das Leben dieser Rueckkehrer, besonders der Kinder und der Aelteren, einem enormen Risiko aus, da Gesundheitseinrichtungen und andere Sozialleistungen nur Staatsbuergern zugnglich sind.

Die Ukraine und Usbekistan haben versucht, einen Vertrag abzuschlieen, der die Krim-Tataren bei ihrer Rueckkehr unterstuetzen sollte. Doch scheiterten die Bemuehungen an der Frage, wer die Finanzhilfe erhalten soll. Die usbekischen Behoerden wollen nur jene Krim-Tataren, die auf der Krim geboren und von dort physisch deportiert wurden, als "Deportierte" anerkennen und ihnen eine finanzielle Unterstuetzung gewaehren. Da die meisten Krim-Tataren, die in Usbekistan leben auch in Usbekistan geboren wurden, bedeutet diese Art von Hilfe praktisch sehr wenig.

Ferner hat die Bevoelkerung der Krim-Tataren das "Krim-Tataren National Mejlis" gewaehlt, welches das Volk der Krim-Tataren auf jeder Stufe seiner nationalen Bemuehungen zur Wiedergewinnung seiner politischen Rechte und seiner Menschensrechte vertritt. Es handelt sich um eine demokratisch gewaehlte Vertretung, welche von jedem Land offiziell anzuerkennen ist, inklusive der Ukraine, Usbekistan und Russland.

Es ist aeusserst schwierig fuer das Krim Mejlis, fuer die Rechte seines Volkes einzutreten, solange die "de jure" Anerkennung noch aussteht. Das Krim-Tataren National Mejlis steht kaum auf seinen Fuessen; ihm fehlen alle notwendigen Mittel, eine starke Infrastruktur, die fuer ein neues Volk noetig ist, zu errichten. Die offizielle Anerkennung des Mejlis, die diese Probleme loesen wird, ist daher unbedingt notwendig.

Wir glauben aufrichtig, dass das Volk der Krim-Tataren zu lange schon fuer ein Verbrechen bestraft wurde, das es gar nicht begangen hat. Selbst die sowjetische Regierung erkannte das mit einem Erlass, der am 5. September 1967 veroeffentlicht wurde, an.

Wir fordern daher mit Nachdruck, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, der Rat der Europaeischen Kommission, die Kommission fuer Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie der Praesident der Ukraine, Leonid D. Kuchma, und der Praesident von Usbekistan, Islam Kerimov:

  • das "Krim-Tataren National Mejlis" offiziell als Vertretung des Volkes der Krim-Tataren anerkennt
  • das Volk der Krim-Tataren als einheimische Bevoelkerung der Krim anerkennt
  • das gesamte Volk der Tataren in Usbekistan, der Krim und in allen anderen frueheren Sowjetrepubliken als Deportierte anerkennt.
Helfen Sie den Krim-Tataren bei ihrer Rueckkehr in ihr angestammtes Heimatland, der Krim!

Helfen Sie den Krim-Tataren, ihre Nationalitaets- und Menschenrechte zurueckzugewinnen und der Weltgemeinschaft der Nationen beizutreten!

Mit freundlichen Gruessen


ICC, P.O.Box 15078, Washington, DC 20003